“X Factor” steht in Großbritannien aktuell unter Manipulationsverdacht. Durch “Autotuning” sollen die Stimmen der Kandidaten je nach Bedarf verbessert oder verschlechtert worden sein. Bahnt sich da etwa ein handfester Skandal hinweg durch weitere Casting-Shows an? Ein Grund mehr die 3. Folge von “X Factor” genauer unter die Lupe zu nehmen.
Auch wenn die Video-Einspielungen mit der Vorschau auf die weiteren Phasen mittlerweile nerven, wurden immerhin mehr Auftritte als zuletzt gezeigt. Dieses mal wurden 13 Kandidaten von der Jury auf Herz und Nieren geprüft. In dieser Folge sind für meinen Geschmack allerdings zu viele schwache Kandidaten in die nächste Runde – das “Bootcamp” – gekommen.
Das waren die Teilnehmer der 3. “X Factor” Folge :
- Der 25-Jährige Alexander Knappe eröffnet die Show mit Herbert Grönemeyers “Halt mich”. Jury und Publikum sind begeistert. Ich finde Alexanders Stimme jedoch eindeutig zu dünn. Die Lobeshymnen haben mich doch etwas überrascht.
- Natalie und Alex sind sich nicht ganz sicher, ob sie Freunde, Gesangspartner oder ein Paar sind. “We´ve Got Tonight” von Jeanette Biedermann und Ronan Keating spricht natürlich eher für Paar. Ein dreifaches “Nein” von der Jury.
- Ronny Amponsen hat den Menowin-Faktor. Ronny war im Knast, ist nun ein besserer Mensch und macht Musik. Ein Notenschlüssel-Tattoo auf dem Unterarm unterstreicht seine Ambitionen. Ronny singt die Eigenkomposition “Dieses Gefühl” für seine Freundin Jenny. Gute Stimme, viel Gefühl, nächste Runde.
- Die 16-Jährige Lara Pilger outet sich als Lady Diana Fan und singt “Valery” von Amy Winehouse. Die Stimme ist relativ schwach. Für mich eine klare Fehlentscheidung sie weiter zu lassen.
- Die Rapper Marc und Roman sind die Band “Urbanize” und geben den eigenen Song “Ich bin anders” zum Besten. Der Song hat echtes Hit-Potential. Die Jungs sind zurecht in der nächsten Phase.
- Dirk Meierewert singt “Bleeding In Love” von Leona Lewis. Ein peinlicher Auftritt.
- Mariessa, Daniela und Annika bilden die Band “Karma”. An Beyonce´s “Single Ladies” hätten sie sich fast die Finger verbrannt. Mit einem anderen Song kamen sie jedoch locker weiter.
- Leyla, Yamuna und Mohini leierten Destiny´s Child´s “Emotion”. Dabei sahen ihre Outfits mehr nach Musical als nach Beyonce aus. Trotzdem weiter.
- Der 74-Jährige Italiener Quintino Cruciano bringt den Paul-Potts-Faktor mit. Mit Opernstimme schmettert er ” O Sole Mio” und erntet Standing-Ovations.
- “Franky” Frank Jahn machte mit “NYC Boy” einen auf “Pet Shop Boys” und zog sich sogar noch das Shirt aus. Mehr als Gehampel war das jedoch nicht.
- Die 16-Jährige Klaudia Wozniak versuchte sich mit Gitarre an “Almost Lover” von “A Fine Frenzy”. Die Jury findet sie süß und schickt sie ins “Bootcamp”. Für mich ebenfalls eine fragwürdige Entscheidung. Die Stimme war sehr dünn. Außerdem klappte die Atmung überhaupt nicht.
- “Reverend” Wolfgang Tuppeck rockte die Bühne mit “Oh Happy Day”. Der Typ ist echt klasse.
- Erdal, Burak und Halit sind die “Youngstars”. Mit “All I Have To Give” von den “Backstreet Boys” konnten sie die Jury nicht begeistern und müssen in der kommenden Woche erneut zum Casting.
Ansonsten gab es noch einen Auftritt mit dem eigenen Song “Game Over“, bei dem der Name Programm für die Sängerin war. In der kommenden Woche erwartet uns der Auftritt von Mario Fröhlich – Menowin Fröhlichs Bruder. Ob er mit seinem berühmten Bruder mithalten kann?


